From 492ca84fde5f735f1453b7fc676051b3296bcfb6 Mon Sep 17 00:00:00 2001 From: alzer <> Date: Sun, 9 Aug 2026 11:46:20 +0200 Subject: [PATCH] =?UTF-8?q?core.journals.json:=20Glorious-Reikland-Kapitel?= =?UTF-8?q?=20=E2=80=94=20Fortschritt=20(36/59=20Seiten)?= MIME-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8 Content-Transfer-Encoding: 8bit Übersetzt: Grünburg, Holthausen. --- compendium/wfrp4e-core.journals.json | 8 ++++++++ 1 file changed, 8 insertions(+) diff --git a/compendium/wfrp4e-core.journals.json b/compendium/wfrp4e-core.journals.json index c86c17f..47caf3e 100644 --- a/compendium/wfrp4e-core.journals.json +++ b/compendium/wfrp4e-core.journals.json @@ -984,6 +984,14 @@ "Eilhart": { "name": "Eilhart", "text": "
Die Weingüter um Eilhart werden von Weintrinkern in der ganzen Alten Welt für ihre wohlschmeckenden Trauben und die daraus gewonnenen Weine geschätzt, die den Namen dieses Ortes teilen. Eilhart gilt weithin als einer der besten Weißweine des Reiklandes und ist nicht nur für seinen frischen Geschmack bekannt, sondern auch dafür, kaum einen nennenswerten Kater zu verursachen. Dabei ist sogar egal, wie viel man davon trinkt – zumindest behaupten das die Eilharter. Kürzlich wurde Eilhart im Reikland und bis hinauf nach Marienburg auch zusätzlich noch für seine klaren, herben Biere bekannt, die aus Hopfen und Gerste des Umlandes hergestellt werden.
Wegen der exzellenten Qualität seiner Alkoholika wurde Eilhart zu einem Ziel für Flussreisen, die mit der Einkehr in den vielen Schankstuben der Stadt und zahlreichen Verkostungen bei Brauern und Winzern enden. Einige behaupten, dass es die stetig wachsende Zahl von Bretonen, die von dem exzellenten Wein angezogen werden, ist, die dafür sorgte, dass sich die Einheimischen inzwischen verstärkt dem Bierbrauen zuwenden.
Wein und Geister: Günter Oppenheim ist nicht der klügste Nekromant des Reiklandes, aber er ist unternehmungslustig, wenn auch etwas eigenartig. Betrunken vom besten Wein Eilharts kam ihm ein Gedanke: Die Qualität eines gereiften Weins kommt nicht von der Zeit, die er ruht, sondern von seiner Erfahrung. Irgendwie führte dies dazu, dass er glaubte, der feinste Wein müsse aus Trauben stammen, die von den Geistern von Mordopfern gepflegt werden. Das Problem ist, dass seine Theorie offenbar zutrifft! Das abgelegene Weingut Oppenheim ist inzwischen ein blühender Erfolg, seine Reben gepflegt von gefesselten Geistern. Rivalen, die von Oppenheims Erfolg wenig überzeugt sind, zahlen gut dafür, die Geheimnisse hinter den dicken Ketten und den knarrenden „BLEIBT WEG!\"-Schildern aufzudecken.
Grünburg liegt an mehreren Handelsrouten und ist ein beliebter Umschlagplatz für Waren, die weiter über den Reik verschifft werden sollen. Doch die Stadt ist besonders für die dortige Herstellung von Flussbooten bekannt. Die Werften der Stadt sind nahezu ständig ausgelastet. Sie lassen Barke um Barke zu Wasser, um den Flusshandel im Reikland zu erhalten und weiter auszubauen.
Die offenen Felder südöstlich der Stadt wirken friedlich und grün, doch die Einheimischen nennen sie auch die Schlachtwiesen. Genau an diesem Ort wurde vor langer Zeit der verheerende Feldzug des berüchtigten Ork-Kriegsherren Gorbad Eisenklaue gestoppt. Anders als bei nahezu jeder anderen Schlacht in der Geschichte des Imperiums setzten beide Seiten hier nahezu ausschließlich Kavallerie ein. Diese historische Begebenheit macht die Schlachtwiesen zu einem beliebten Ziel für Archäologen, Antiquare und Grabräuber, die allesamt großes Interesse haben, dem blutgetränkten Boden seine Geheimnisse zu entreißen.
Ecken geschnitten: Eine kürzliche Serie sinkender Barken lässt sich zu den Werften von Grünburg zurückverfolgen. Die Kaufmannsgilde glaubt, dass die Bootsbauergilde an Ecken spart. Die Gilde stellt ein Team zusammen, um im Stillen zu ermitteln und Beweise zu sammeln, damit sie sich eine Rückerstattung sichern kann. Doch hinter den Kulissen scheinen die Bootsbauer keinerlei Abfall aus ihrer Arbeit zu produzieren. Anderen wäre jedoch aufgefallen, wenn sie die Abschnitte verbrannt hätten, da das Barkenholz vor der Verwendung behandelt wird. Wo also verschwindet all dieses abgeschabte Holz hin? Vielleicht liegt die Antwort in der mysteriösen Rückkehr des Kultes des Holzmannes?
Die Stadt Holthausen schmiegt sich an den Fluss Schilder und ist ein zentraler Punkt auf der Handelsroute zwischen @UUID[JournalEntry.6zOdTLv3YeYeJ4hR.JournalEntryPage.tVSESlQWIl8QjK6y]{Eilhart} und Marienburg. Die Stadt handelt hauptsächlich mit Wein und Bier, vor allem aber auch mit den Fässern, in denen beides gelagert wird. Die Küfer von Holthausen sind weithin für ihre robusten Fässer bekannt. Deren bekanntester Typ ist der Holthausener Igel, ein Fass, von dem man sagt, dass es sogar einen Kanonentreffer übersteht und sein wertvoller Inhalt dabei unversehrt bleibt. Die Mehrzahl der Winzer und Brauer im westlichen @UUID[JournalEntry.ozE2DMCMK64eE5pD.JournalEntryPage.0Cmr0LZ3boLbNt6p]{Vorbergland} nutzt holthausener Fässer. Tatsächlich ist es sogar so, dass viele dazu übergegangen sind, ihre Vorräte in speziellen Lagerhäusern vor Ort reifen zu lassen, die tief in den Boden gegraben wurden und so schön kühl bleiben.
Holthausen wird von mehreren Ringen aus hohen Palisaden beschützt, doch die Stadtbevölkerung ist dennoch in ständiger Sorge. Diese gilt nicht den örtlichen Banditen, denn diese würden es kaum wagen, die Stadt zu bedrohen, sondern den vielen wilden Tiermenschen in den nahen Wäldern des @UUID[.UqeZNqbpV8uocCUN]{Reikwaldes}. Diese greifen immer wieder ohne Vorwarnung an, um sich dann in den Wald zurückzuziehen. Viele Bürger glauben, dass diese Kreaturen einen unstillbaren Durst nach Wein haben, obwohl viele fürchten, dass es ihnen eher ums Blut gehen dürfte. In der Stadt ist daher die Tradition entstanden, Fässer billigen Weines vor die Palisaden zu schaffen und am Waldrand zu deponieren, in der Hoffnung, dass die Tiermenschen dies als eine Art Schutzgeld annehmen und die Stadt in Frieden lassen. Sollte je ein Hexenjäger von Beschwichtigungsversuchen dieser Art hören, dann würde er gewiss ganz und gar nicht begeistert reagieren.
Der Reifbaum: Auf einer Lichtung ein paar Kilometer nordöstlich von Holthausen steht ein Baum, wie es ihn im ganzen @UUID[.UqeZNqbpV8uocCUN]{Reikwald} kein zweites Mal gibt: eine wohlgeformte Kiefer, die das ganze Jahr von Eis bedeckt ist. Der Reifbaum, wie er genannt wird, taut nie, und immer wieder fallen Eis und Schnee auf das frostige Unterholz darunter herab. Der Baum ist eiskalt bei Berührung, und selbst die mächtigsten Axtschläge können die dicke Eisschicht auf seiner Rinde kaum ankratzen.
Die Lichtung wurde vom @UUID[JournalEntry.NcH9OhleJFfaUdon.JournalEntryPage.jza73azXzLy0oVCy]{Kult des Ulric} zum Heiligtum erklärt und ist das Hauptziel für gläubige Ulricianer südlich des Reiks. Für all jene, die in den arkanen Künsten bewandert sind, hat die stets eisige Borke des Baumes gewisse nützliche – und daher wertvolle – magische Eigenschaften. Doch Ulricianer sehen es selten gern, wenn Zauberer an ihren heiligen Stätten herumschnüffeln, weshalb es eine durchaus riskante Angelegenheit ist, sicher an etwas von der Borke zu gelangen. Daher ist Erzmagister Schlotter vom Feuerorden bereit, gutes Geld für tapfere Männer und Frauen zu zahlen, die ihm beschaffen, was er selbst nicht erlangen kann.
Weinfest: Das Weinfest ist eine jährliche, nur mit Einladung zugängliche Feier der feinsten Weine, die das Reikland zu bieten hat. Dieses Fest in Holthausen ist @UUID[JournalEntry.NcH9OhleJFfaUdon.JournalEntryPage.dY6NZyY5pujNM5h8]{Rhya} gewidmet, der Göttin der Fruchtbarkeit und Freude. Jedes Jahr versuchen Gauner, Scharlatane und Landstreicher, die Gäste um ihre Einladungen zu betrügen, alle in der Hoffnung, vom Goldenen Fass zu kosten – einem Weinfass, das vor 100 Jahren beim Weinfest eingelagert wurde. Dieses Jahr ist nicht anders, außer dass einer der „Landstreicher\" ein verkleideter Tiermenschen-@UUID[Compendium.wfrp4e-core.actors.cHVOdcEkuatqjYV1]{Bocksschamane} ist. Dieser Tiermensch ist gekommen, um einen Dämon des Slaanesh hervorzubringen, den er vor einem Jahrhundert in das Goldene Fass eingepflanzt hat. Alles, was dafür nötig ist, ist ein Schluck des Weins, und das Fest wird zu einem, das niemand der Anwesenden je vergessen wird ...