diff --git a/compendium/wfrp4e-core.journals.json b/compendium/wfrp4e-core.journals.json index d6194af..c86c17f 100644 --- a/compendium/wfrp4e-core.journals.json +++ b/compendium/wfrp4e-core.journals.json @@ -976,6 +976,14 @@ "Diesdorf": { "name": "Diesdorf", "text": "
Diesdorf ist eine der vielen kleinen Städte, die zwischen @UUID[.V6tkgQ9A2skppjyl]{Altdorf} und Nuln am @UUID[.Zhp59VXYiv6dGfhR]{Reik} liegen. Der Ort und seine umgebenden Dörfer sind gänzlich der Produktion von Weizen gewidmet, der dann im Wesentlichen flussabwärts Richtung Hauptstadt verschifft wird. Die Abhängigkeit der Stadt von nur einem einzigen Getreide bedeutet, dass eine Pflanzenseuche großen Schaden anrichten und damit die Stadt ruinieren könnte. Wer mal in Diesdorf war, berichtet danach häufig, dass religiöser Eifer sogar ein noch größeres Exportgut sei als der Weizen. Magnus der Fromme hielt hier einst eine legendäre Rede, bei der das Volk von nah und fern anreiste, nur um ihn zu hören.
Seither ist Diesdorf ein beliebter Pilgerort für gläubige Sigmariten, und während der hohen Festtage verdoppelt sich die Bevölkerung der Stadt geradezu. Trotz der relativ geringen Größe hat Diesdorf gleich mehrere Tempel und Schreine des Sigmar, und die meisten Bewohner der Stadt haben mindestens ein Familienmitglied, das im Klerus des Sigmar tätig ist.
Ein bisschen leichter Mord: In Diesdorf gibt es eine lange Geschichte böses Bluts zwischen den kriminellen Familien Havilund und Frankle. Erstechen, Vergiften, Erschießen, Lynchen – wie man es auch nennen mag, sie haben es getan. Normalerweise schenken die Einheimischen dem wenig Beachtung und gehen ihrem Leben nach, doch eine kürzliche, brutale Welle von Rachemorden hat die Aufmerksamkeit eines durchreisenden Hexenjägers, Lothar Metzger, erregt. Er behauptet, die Morde wiesen auffällige Ähnlichkeiten zu rituellen Morden auf, die dem Blutgott geweiht seien. Bereits am nächsten Tag wird Metzger, hunderte Male erstochen, in einer blutigen Gasse aufgefunden. Um ihre heilige Stadt frei von üblen Einflüssen zu halten, setzen die Bürgermeister eine beeindruckende Belohnung von @Credit[5gc mode=split]{5 Goldkronen} für jeden aus, der den Täter aufspüren kann, ohne zu ahnen, wie viele Stadtbewohner tatsächlich verwickelt sind und wie tief eine gründliche Untersuchung in den Kult des Sigmar hineinreichen würde ...
Dunkelberg ist das südlichste der Haupthandelszentren des Reiklandes und zieht sich über mehrere Hügel entlang des Ufers des Flusses Grissen. Die älteren, reichen Teile der Stadt sitzen hoch oben auf den Hügeln, wodurch die Adligen und die Kaufleute, die wohlhabend genug sind, eines der alten Stadthäuser zu erwerben, einen beeindruckenden Blick über das Umland haben. Trotz seines stetigen Wachstums hat sich Dunkelberg ein pittoreskes Flair erhalten, mit malerischen Straßen voller Geschäfte, die in Windungen die Hügel empor verlaufen. Hier kann man verschiedenste Waren erwerben, Nutztiere, verschiedene exzellente Fruchtweine aus den umliegenden Dörfern bis zu handgefertigten Gütern aus dem ganzen Südvorbergland. Vor der Stadt liegen große Bleichwiesen, auf denen aus lokalem Flachs gewonnene Leinen trocknet und in der Sonne bleicht.
Dunkelberg liegt genau zwischen dem drohenden @UUID[.w0YfGxsBuLoODCgc]{Grauen Gebirge} und dem wilden Grissenforst, was immer wieder zu Überfällen durch @UUID[Compendium.wfrp4e-core.actors.zzdOpKqBC28J66Mn]{Goblinstämme} führt. Die reicheren Stadtteile sind gut befestigt und von hohen Steinmauern geschützt, doch der ärmere Rest lässt jede ernsthafte Verteidigungsanlage vermissen. Daher haben sich die anderen Bewohner daran gewöhnt, nicht zu sehr an ihren Häusern, ihrem Besitz oder ihren Freunden zu hängen.
Waisenweiß: Dunkelberg hat einen Überschuss an Waisenkindern, das Ergebnis häufiger Goblinüberfälle, Krankheiten und anderer unschöner Ereignisse. Statt sie herumlungern zu lassen, hat der örtliche Herzog mehrere Waisenhäuser eingerichtet, um den Kindern Unterkunft und Verpflegung zu bieten; um sich ihren Unterhalt jedoch zu verdienen, setzt er die Waisen, gekleidet in ihre unverwechselbaren weißen Uniformen, zur Arbeit auf den Bleichwiesen ein. Besucher Dunkelbergs mögen schockiert sein, so viele Gassenkinder als Arbeitskräfte eingesetzt zu sehen, wobei die gefühllose Gleichgültigkeit, die viele der Wohlhabenden der Stadt gegenüber Waisenkindern entwickelt haben, vielleicht sogar noch schlimmer ist. Schwester Alella, eine örtliche shallyanische Priesterin, hat kürzlich Bedenken hinsichtlich des Wohlergehens dieser Gassenkinder geäußert und behauptet sogar, dass mehrere Kinder unter verdächtigen Umständen verschwunden seien, weshalb sie nach Hilfe sucht, um die Wahrheit über das wirkliche Geschehen aufzudecken.
Zum Gedenken an Tylos: Frau Kristen Meissen, Maude Schenkenfels und Solveig „Tantchen\" Zweistein legen wieder los. Diese drei wohlhabenden Witwen hassen sich schon seit Jahrzehnten und übertreffen sich gegenseitig an Cleverness, guten Ehen und Verschwendungssucht, je nach Saison. Ihr gegenwärtiger Fokus liegt darauf, immer weiter oben an den Hügeln Dunkelbergs Land zu erwerben. Jede der konkurrierenden Witwen besitzt inzwischen die Gipfel dreier gleich hoher Hügel, doch keine ist zufrieden. Also bleibt nur der Weg nach oben, und jede hat den Bau hoher Türme auf ihren Anwesen in Auftrag gegeben. Die Bewohner Dunkelbergs beobachten dies entsetzt, denn sie fürchten, dass die wackligen Konstruktionen nicht nur eine absolute Augenschande sind, die die rustikale Ästhetik der Stadt ruinieren, sondern auch einstürzen und unermesslichen Schaden anrichten könnten. Drei Kaufleute haben Geld gesammelt, um Söldner zu bezahlen, die den Witwen Einhalt gebieten und ihren Streit endgültig beenden sollen.
Die Weingüter um Eilhart werden von Weintrinkern in der ganzen Alten Welt für ihre wohlschmeckenden Trauben und die daraus gewonnenen Weine geschätzt, die den Namen dieses Ortes teilen. Eilhart gilt weithin als einer der besten Weißweine des Reiklandes und ist nicht nur für seinen frischen Geschmack bekannt, sondern auch dafür, kaum einen nennenswerten Kater zu verursachen. Dabei ist sogar egal, wie viel man davon trinkt – zumindest behaupten das die Eilharter. Kürzlich wurde Eilhart im Reikland und bis hinauf nach Marienburg auch zusätzlich noch für seine klaren, herben Biere bekannt, die aus Hopfen und Gerste des Umlandes hergestellt werden.
Wegen der exzellenten Qualität seiner Alkoholika wurde Eilhart zu einem Ziel für Flussreisen, die mit der Einkehr in den vielen Schankstuben der Stadt und zahlreichen Verkostungen bei Brauern und Winzern enden. Einige behaupten, dass es die stetig wachsende Zahl von Bretonen, die von dem exzellenten Wein angezogen werden, ist, die dafür sorgte, dass sich die Einheimischen inzwischen verstärkt dem Bierbrauen zuwenden.
Wein und Geister: Günter Oppenheim ist nicht der klügste Nekromant des Reiklandes, aber er ist unternehmungslustig, wenn auch etwas eigenartig. Betrunken vom besten Wein Eilharts kam ihm ein Gedanke: Die Qualität eines gereiften Weins kommt nicht von der Zeit, die er ruht, sondern von seiner Erfahrung. Irgendwie führte dies dazu, dass er glaubte, der feinste Wein müsse aus Trauben stammen, die von den Geistern von Mordopfern gepflegt werden. Das Problem ist, dass seine Theorie offenbar zutrifft! Das abgelegene Weingut Oppenheim ist inzwischen ein blühender Erfolg, seine Reben gepflegt von gefesselten Geistern. Rivalen, die von Oppenheims Erfolg wenig überzeugt sind, zahlen gut dafür, die Geheimnisse hinter den dicken Ketten und den knarrenden „BLEIBT WEG!\"-Schildern aufzudecken.