diff --git a/compendium/wfrp4e-core.journals.json b/compendium/wfrp4e-core.journals.json index 5f10c44..d6194af 100644 --- a/compendium/wfrp4e-core.journals.json +++ b/compendium/wfrp4e-core.journals.json @@ -964,6 +964,18 @@ "Altdorf": { "name": "Altdorf", "text": "

@UUID[Compendium.wfrp4e-altdorf.journals.rSRadYoaNXkEq8gs]{Altdorf: Krone des Imperiums}

Imperator Karl-Franz I. hält in Altdorf Hof, der Hauptstadt des Reiklandes und des ganzen Imperiums. Die Metropole erhebt sich stolz über dem Zusammenfluss des mächtigen @UUID[.Zhp59VXYiv6dGfhR]{Reik} und des @UUID[Compendium.wfrp4e-dotr.journals.EBkKmwPreDndWqoc.JournalEntryPage.CW2w86aXWAd6ZpPl]{Talabec} und ist Ausgang und Ziel vieler Haupthandelsrouten, was sie zur fraglos reichsten Stadt des Imperiums gemacht hat. Dies stellt sicher, dass sie stetig weiterwächst und sich erneuert, denn mit jedem Tag kommen neue Menschen mit staunenden Augen und großen Träumen in die Stadt, und die Bürgermeister lassen in jeder Woche mehr neue Brücken, Gebäude und architektonische Meisterwerke errichten, als andere Städte im ganzen Jahr.

Das Altdorf der Gegenwart ist eine Stadt der dampfbetriebenen Hebebrücken, der zusammengewürfelten Inseln, der enorm hohen Häuser und schier endlosen Massen von Menschen. Man schafft es kaum durch die verstopften Straßen, ohne vollkommen Fremde deutlich näher kennenzulernen, als man es sich gewünscht hätte. Daher zieht Altdorf Händler und Diplomaten von überall aus der bekannten Welt an und ist dadurch überraschend kosmopolitisch. Nicht nur, dass Leute aller Klassen, Völker, Glaubensrichtungen und Herkünfte Schulter an Schulter durch die Straßen drängen, selbst Zauberer sind hier ein gewohnter Anblick, und man begegnet ihnen nur selten mit mehr Feindseligkeit als einem leise gemurmelten Schutzgebet.

Für Außenstehende ist es häufig überraschend, dass es nahe dem @UUID[Compendium.wfrp4e-altdorf.journals.cDOlXEpTvnuaOJ0P.JournalEntryPage.bFFqkmyvhafX7wKt]{Reikshafen}, Altdorfs Tiefwasserhafen und Werft, ein großes @UUID[Compendium.wfrp4e-altdorf.journals.EmhvOkkzAir6pzCB.JournalEntryPage.evwJowYieFwJnCZ4]{Elfenviertel} gibt, das vor über einhundert Jahren von elfischen Kaufleuten gegründet wurde, die über Marienburg reikaufwärts Handel betreiben. Die alte Allianz zwischen dem Imperium und den Zwergen, die schon seit Sigmars Zeiten besteht, stellt zudem sicher, dass auch viele Zwergenklane in Altdorf residieren, meist in eng verknüpften Gemeinschaften, von denen einige seit vielen Generationen die Steinmetzarbeiten in der Stadt übernehmen, wobei es ihr stures Naturell jedoch nicht zulässt, Altdorf ihre Heimat zu nennen. Es gibt auch eine große Halblingpopulation, die zu weiten Teilen davon lebt, für das feinere Bier und die besseren Speisen in den Gasthäusern Altdorfs zuständig zu sein. So manches Halbling-Gasthaus wird dabei von einem der in Altdorf überraschend zahlreichen Oger bewacht. Es gibt auch noch deutlich seltsamere Kreaturen in der Stadt, wobei man die fantastischsten Wesen in der @UUID[Compendium.wfrp4e-altdorf.journals.cDOlXEpTvnuaOJ0P.JournalEntryPage.ulseg2IAlTWy7m3s]{Imperialen Menagerie} findet, die unzählige Monster und Tiere beherbergt, bis hin zur @UUID[Compendium.wfrp4e-altdorf.actors.UmZAdFkHAx4hdeJy]{Abscheulichkeit von Stirland} und dem @UUID[Compendium.wfrp4e-altdorf.actors.0iIYujrb3QnJus7c]{Drakenwald-Gibberbiest}, die allesamt in Käfigen gehalten und zum allgemeinen Amüsement ausgestellt werden.

Diese gewaltige und vielfältige Bevölkerung stellt auch sicher, dass einer anderen Sache, für die Altdorf bekannt ist, auch weiterhin kein Mangel herrschen wird: dem berüchtigten Gestank, wegen dem manche die Stadt auch die „stinkende Schönheit\" nennen. Während der heißen Sommermonate wird der vom @UUID[.UQJA6nMPMkhoeVrj]{Altdorfer Tiefland} in die Stadt ziehende Geruch so stark, dass die reichsten Bewohner der Stadt hinaus auf ihre Landsitze fliehen oder sich ganz an solch sonnenverwöhnte Orte wie Grehnstadt im südlichen Averland zurückziehen.

Der allgegenwärtige Gestank trägt nur wenig dazu bei, die Spannungen zu mildern, die es in der Bevölkerung gibt. Diese ist geradezu dafür berüchtigt, sich immer wieder lautstark Gehör zu verschaffen und aus dem Nichts Unruhen vom Zaun zu brechen, besonders dann, wenn es um neue Steuern geht. Selbst scheinbar triviale Entscheidungen der Bürgermeister können ihren Zorn erregen, und der Umstand, dass viele ihrer Proteste völlig legitim sind, ändert nichts daran, dass die Krone dazu neigt, mutmaßliche Aufrührer mit Gewalt von den Straßen zu treiben.

Altdorf ist auch ein bekanntes Zentrum der Gelehrsamkeit. Die Söhne und Töchter der wohlhabenden Familien schreiben sich gern an der @UUID[Compendium.wfrp4e-altdorf.journals.EmhvOkkzAir6pzCB.JournalEntryPage.OiAVm63T9JEFsVfR]{Universität von Altdorf} ein, wenn auch nur selten mit hohen akademischen Ansprüchen. Jene mit echtem Potenzial, aber ohne finanzielle Mittel, die diesem gerecht werden würden, finden ihren Weg häufig in den @UUID[Compendium.wfrp4e-altdorf.journals.EmhvOkkzAir6pzCB.JournalEntryPage.KqKtDY3LmZnH9qmn]{Hochtempel der Verena}, der Göttin der Gelehrsamkeit. Hier gibt es immer Platz für jene, die mit großem Intellekt gesegnet wurden. Die von dem tileanischen Genie Leonardo da Miragliano gegründete @UUID[Compendium.wfrp4e-altdorf.journals.85UN6bKPTfGEBtBb.JournalEntryPage.HYkHeQZtD2AML3oG]{Technicus-Akademie} liegt ebenfalls innerhalb der Mauern Altdorfs. Hier forschen einige der mutigsten und verrücktesten Erfinder des Imperiums an neuen Methoden, den Feinden der Menschheit einen feurigen Tod zu bringen. Dabei überrascht es vermutlich wenig, dass die Schule seit ihrer Gründung mehr als ein Dutzend Mal neu errichtet werden musste.

Die wohl bedeutendsten akademischen Einrichtungen in Altdorf sind jedoch die mysteriösen @UUID[Compendium.wfrp4e-altdorf.journals.EmhvOkkzAir6pzCB.JournalEntryPage.LqyTrO7VNeMDukKY]{Akademien der Magischen Orden}. Sie wurden vor über 200 Jahren auf Befehl von Imperator Magnus dem Frommen gegründet und beruhen auf den Prinzipien und Vorschriften, die die Menschen von dem elfischen Lehrmeister Teclis erhielten. Es ist der Auftrag der Akademien, magisch begabte Bürger zur Verteidigung des Imperiums in der Nutzung ihrer gefährlichen Talente zu unterweisen. Es gibt Gerüchte, dass eine Zusammenballung von so viel magischer Energie und so vielen Zauberern gewiss die Realität verzerrende Einflüsse hat. Tatsächlich scheinen einige Straßen der Hauptstadt in bizarrer Weise verdreht zu sein, und von einigen der magischen Akademien heißt es, dass sie vor den Augen aller verborgen seien, die nicht mit dem als Hexenblick bezeichneten Zweiten Gesicht gesegnet oder verflucht sind, wobei die meisten dies als Unsinn abtun.

Gleichsam als Kontrast zu den Akademien der Magischen Orden und als Bollwerk gegen Hexerei und abtrünnige Magister ist Altdorf auch das schlagende Herz des Kultes des Sigmar. Vor über zweitausendfünfhundert Jahren wurde Sigmar innerhalb der Grenzen des heutigen Altdorf geboren, aufgezogen und gekrönt. Deshalb ist es wenig überraschend, dass es in der Stadt mehr Sigmartempel und heilige Stätten gibt, als in allen anderen Städten des Imperiums zusammen. Tatsächlich gibt es in der Stadt ein geflügeltes Wort, nach dem man in der Stadt keinen Ketzer schubsen könne, ohne mit ihm einen Sigmartempel zu treffen.

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Die beschauliche Stadt Auerswald liegt am Zusammenfluss des @UUID[JournalEntry.ozE2DMCMK64eE5pD.JournalEntryPage.CqIczLRZI265nrAR]{Teufels}, des Tranig und der Ober und ist Zentrum einer der geschäftigsten und der bestpatrouillierten Handelsrouten des Reiklandes. Die Bevölkerung von Auerswald ist hartnäckig und zielstrebig, doch da sie zugleich auch für ihren Charme und ihren Witz berühmt ist, wird dies auch bei komplizierten Verhandlungen nur selten zu einem Problem.

Der hier eigentlich herrschende Graf Ferdinand von Wallenstein überlässt die Verwaltung der Stadt einem Konzil von Bürgermeistern, denn er bevorzugt es, in seinen Palästen in @UUID[.V6tkgQ9A2skppjyl]{Altdorf} oder Nuln zu residieren, statt sich die Hände mit Regierungsarbeit schmutzig zu machen. Sein Onkel, Freiherr Adelbert von Wallenstein, ist ein missmutiges, altes Schlachtross von einem Mann und verbringt den Großteil seiner Zeit damit, im @UUID[JournalEntry.ozE2DMCMK64eE5pD.JournalEntryPage.UqeZNqbpV8uocCUN]{Reikwald} @UUID[Compendium.wfrp4e-core.actors.zzdOpKqBC28J66Mn]{Goblins} und Banditen zu jagen, um sie von der Stadt fernzuhalten. Weite Teile von Auerswald stehen auf massivem Pfahlwerk im Flutland des Flusses Teufel, der hier sehr häufig über die Ufer tritt. Die Straßen gleichen teilweise einem verwirrenden Labyrinth von Rampen, Planken, Brücken und Leitern, in dem sich Außenstehende leicht verlaufen können. Schon manch ein sorgloser Nachtschwärmer fand ein schlammiges Ende, als er allzu sorglos aus einer der örtlichen Tavernen stolperte.

In den vergangenen Jahren haben sich Gerüchte verbreitet, dass es hier eine organisierte Bande von Erpressern und reichlich selbstbewussten Halunken gibt, wobei jedoch kein Zeuge lange genug überlebt hat, um ihre Existenz zu bezeugen.

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Die größte und wohlhabendste der Markstätten des @UUID[.0Cmr0LZ3boLbNt6p]{Vorberglandes}, @UUID[Compendium.wfrp4e-eis.journals.ro7SIltM899Ogrk8]{Bögenhafen}, liegt mitten im Herz des Reiklandes und dient als Kreuzungspunkt der ganzen Provinz. Die Stadt liegt auf halber Strecke zwischen @UUID[.V6tkgQ9A2skppjyl]{Altdorf} und Monfort, und sie ist daher ein wichtiger Umschlagplatz auf der Haupthandelsroute zwischen dem Imperium und Bretonia. Güter aus Bretonia und allen Winkeln des Imperiums werden hier weitergehandelt oder verkauft, um Holz, Wolle und Erze aus der Gegend oder aus dem Grauen Gebirge zu erwerben.

Bögenhafen gehört zu Graf @UUID[Compendium.wfrp4e-rnhd.actors.KfVnMx7Bn1DWErM6]{Wilhelm von Saponatheims} Besitzungen, doch dieser lässt die Stadt von einem örtlichen Rat leiten. Dessen Mitglieder entstammen vor allem den örtlichen Kaufmannsfamilien der @UUID[Compendium.wfrp4e-eis.journals.ro7SIltM899Ogrk8.JournalEntryPage.fZdKRk3o4e6rELi0]{Kaufmannsgilde}, es gibt aber auch Vertreter der Gilden der @UUID[Compendium.wfrp4e-eis.journals.ro7SIltM899Ogrk8.JournalEntryPage.8vxbXHGPEkkvKC8Q]{Stauer} und der @UUID[Compendium.wfrp4e-eis.journals.ro7SIltM899Ogrk8.JournalEntryPage.BW0Sta1Faky6JaoT]{Fuhrleute}. Den Grafen interessieren die näheren Details nur wenig, solange genug Geld in seine Richtung fließt. In Bögenhafen werden die Güter von Wagen auf Barken und umgekehrt verladen, weshalb die Lagerhäuser und Kontore der Stadt stets gut gefüllt sind, nicht zuletzt mit feinsten Weinen und edlem Käse.

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Diesdorf ist eine der vielen kleinen Städte, die zwischen @UUID[.V6tkgQ9A2skppjyl]{Altdorf} und Nuln am @UUID[.Zhp59VXYiv6dGfhR]{Reik} liegen. Der Ort und seine umgebenden Dörfer sind gänzlich der Produktion von Weizen gewidmet, der dann im Wesentlichen flussabwärts Richtung Hauptstadt verschifft wird. Die Abhängigkeit der Stadt von nur einem einzigen Getreide bedeutet, dass eine Pflanzenseuche großen Schaden anrichten und damit die Stadt ruinieren könnte. Wer mal in Diesdorf war, berichtet danach häufig, dass religiöser Eifer sogar ein noch größeres Exportgut sei als der Weizen. Magnus der Fromme hielt hier einst eine legendäre Rede, bei der das Volk von nah und fern anreiste, nur um ihn zu hören.

Seither ist Diesdorf ein beliebter Pilgerort für gläubige Sigmariten, und während der hohen Festtage verdoppelt sich die Bevölkerung der Stadt geradezu. Trotz der relativ geringen Größe hat Diesdorf gleich mehrere Tempel und Schreine des Sigmar, und die meisten Bewohner der Stadt haben mindestens ein Familienmitglied, das im Klerus des Sigmar tätig ist.

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